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Routenplakette

Hauptroute 2 - Durch das Harzer Vorland

Weite Täler, Burgen, Bergbau und das Kloster Brunshausen

Die Strecke in Kürze

Hildesheim – Bad Salzdetfurth – Bad Gandersheim

47 km

Bahnanschluss
Hildesheim, Groß Düngen, Wesseln,
Bad Salzdetfurth, Bodenburg, Bad Gandersheim

Fahrradboxen / bewachte Fahrradstation
Hildesheim

Angrenzende Themenrouten
Hi-Ring, Radweg zur Kunst

Vom Bahnhof zum Startpunkt
Sie verlassen den Bahnhof Hildesheim durch den Haupteingang, wenden sich nach rechts und folgen dem Bahnhofsplatz, dann geht es nach links vorbei am ZOB, bis Sie an den Kreisel am Wasserparadies an der Bischof-Janssen-Straße kommen. Dann fahren Sie geradeaus, über die Kaiserstraße hinweg. Drei Straßen weiter gelangen Sie zur Kreuzung am Langen Hagen, dort ist der Startpunkt der heutigen Etappe.

 
 
 

Etappenbeschreibung

Wenige Kilometer hinter Hildesheim – die Sehenswürdigkeiten der Stadt sind bei Etappe 1 beschrieben – liegt die Domäne Marienburg (10).
Die Domäne Marienburg wurde im Jahre 1346 im Sumpfgebiet der Innerste erbaut. Aus dieser Zeit stammen auch die ältesten Gebäudeteile: der stattliche Burgturm, auch Bergfried genannt, und das sogenannte „Hohe Haus“. Die Burg war vor allem deshalb bedeutend, weil man von hier aus die „Heerstraße ins Reich“ sperren und so den Handel und Verkehr von Hildesheim nach Süden verhindern konnte. Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Burg erobert, große Teile wurden zerstört. Anschließend wurde sie für Wohnzwecke genutzt und 1806 in eine Staatsdomäne umgewandelt.
Nach Ende des Zweiten Weltkriegs gab es auf dem Gelände einen Gemüseanbaubetrieb und im Gewölbekeller bis 1991 eine Eisfabrik. Heute gehört die Domäne Marienburg zum Stiftungsvermögen der öffentlich-rechtlichen Stiftung Universität Hildesheim. Verschiedene Institute der Universität haben hier Seminar- und Büroräume. In der Dauerausstellung zur „Schule im Hildesheimer Land“ und in einem historischen Klassenzimmer aus der Wilhelminischen Ära zeigt die Stiftung Schulmuseum der Universität Hildesheim, wie Unterricht in der Kaiserzeit um 1900 war. Auf dem Gelände der Domäne gibt es außerdem ein Hofcafé mit selbst gebackenen Torten. Sie sind eine Pause wert.

Nicht weit von der Domäne Marienburg, zwischen Itzum und Heinde, befindet sich das Gut Walshausen (11). Es wurde erstmals im Jahr 1146 in einer Urkunde erwähnt; sie belegt die Schenkung einer Mühle durch Bischof Bernhard an das Kloster St. Godehard. 1828/29 gestaltete der hannoversche Hofbaumeister Georg Ludwig Friedrich Laves die Anlage um, gab ihr eine klassizistische Gestalt und ließ das Gutshaus in Form einer italienischen Villa errichten. Der etwa acht Hektar große Park Walshausen wurde nach englischem Vorbild angelegt. Ihn prägen Buchen, Kastanien, Eichen, Linden und idyllische Teiche.
Die Villa befindet sich heute in Privatbesitz und ist daher nicht zu besichtigen. Der Park hingegen ist vom 1. Mai bis 31. Oktober jeweils freitags von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Der Weg, der Sie jetzt durch das Lammetal nach Bad Salzdetfurth führt, ist der Kontakt-Kunst-Weg. Kontakt-Kunst ist seit den 70er Jahren eine Form der Bildhauerei in der Öffentlichkeit. Fünf Skulpturen stehen in Bad Salzdetfurth, eine davon ist der „Soltmann“. Der Bodenburger Künstler Hans-Werner Kalkmann hat ihn gemeinsam mit Bürgern geschaffen.
Bad Salzdetfurth hat eine malerische Altstadt, einen schönen Kurpark – und verdankt seine Entstehung dem Salz. Noch heute stehen im Kurpark die Gradierwerke. Einst haben sie die Salzgewinnung vorbereitet, heute fördert das sanft über die Reisigbündel tröpfelnde Solewasser die Gesundheit. Die alten Fördertürme der Schachtanlagen gehören noch immer zum Stadtbild, und im Stadthistorischen Salz- und Kali-Bergbaumuseum (12) können Sie sich von den ehemaligen Bergleuten, die das Museum betreiben, von der Arbeit unter Tage erzählen lassen. Außerdem gibt es Gesteinssammlungen und Arbeitsgeräte zum Salzabbau zu sehen.

Ein kurzes Wegstück und schon ist Bodenburg erreicht. Den historischen Kern bildet Schloss Bodenburg (13). Von der alten Wasserburganlage ist noch ein Teich als Überbleibsel da, außerdem ein Treppenturm mit schrägen Fenstern. Der angrenzende ehemalige Bullenstall ist denkmalgeschützt und wird heute für Kunstausstellungen und Veranstaltungen genutzt. Das Schloss ist umgeben von einem 2006 renovierten Landschaftspark.

Durch idyllische Dörfer führt der Radweg zur Kunst weiter nach Lamspringe. Restaurierte Fachwerkbauten, der Klosterpark, die barocke Klosterkirche und das angrenzende Benediktinerkloster prägen das Bild. Das Kloster (14) wurde im Jahr 847 vom sächsischen Grafen Ricdag gegründet, im 17. Jahrhundert übergab es der Fürstbischof von Hildesheim an englische Benediktinermönche. Sie ließen erst die Hallenkirche neu errichten, dann das Abtei- und Konventsgebäude bauen.
Die Klosterkirche ist schon von weitem zu sehen und zählt mit ihrem prachtvollen Innenraum und der barocken Ausstattung zu den herausragenden Sehenswürdigkeiten der Region. Im Kontrast dazu stehen die modernen Skulpturen im weitläufigen Klosterpark.
Weithin bekannt ist der „Lamspringer September“: Im Kloster kommen internationale Künstler zu Musik, Theater, bildender Kunst und Literatur zusammen. Das Ereignis findet jedes Jahr von Ende August bis Ende September statt. Mehr erfahren Sie unterwww.lamspringer-september.de.

Stiftkirche Bad Gandersheim (Foto: Bad Gandersheim / Kielhorn)

Vorbei an 13 Skulpturen geht es weiter zum Etappenziel Bad Gandersheim. Kurz vor dem Ort liegt linker Hand das Kloster Brunshausen (15). Es ist eine der ältesten niedersächsischen Klosteranlagen und hat eine abwechslungsreiche Geschichte: Im Jahr 852 gründete das Herzogspaar Liudolf und Oda ein Reichsstift auf dem Hügel. Ihre Tochter Hathumod war erste Äbtissin des Stifts. Später wurde aus dem Nonnenkloster für kurze Zeit ein Mönchskloster, bis sich um 1200 ein Benediktinerinnenkonvent ansiedelte. Nach der Landesreformation 1568 wurde Brunshausen im Zuge der Reformation in ein evangelisches Kloster umgewandelt. Anfang des 18. Jahrhunderts baute Äbtissin Elisabeth Ernestine Antonie von Sachsen-Meiningen hier ihr Sommerschloss, und 1989 schließlich wurde das Kloster zum Kulturzentrum umgebaut. Das Portal zur Geschichte (16) präsentiert in seinen beiden Ausstellungen zum Sommerschloss und in der ehemaligen Klosterkirche die Ausstellung „Starke Frauen – Feine Stiche“, die Ihnen die Geschichte und Geschichten zum Gandersheimer Frauenstift präsentiert.
Das Kloster Brunshausen wird auch vom Kunstkreis Brunshausen für Ausstellungen regionaler Künstler genutzt. Zudem lädt das gastronomische Angebot zum Verweilen ein.
Wenn Sie sich für einen kurzen Abstecher nach Clus entscheiden, können Sie die romanische Klosterkirche Clus (17) besuchen. Der Klosterhof und die ehemaligen Wohngebäude der Mönche sind noch erhalten, befinden sich allerdings in Privatbesitz.
Der Skulpturenweg und Ihre Etappe enden im Zentrum der Stadt Bad Gandersheim [6]. Hier wartet die Gandersheimer Stiftkirche (18) mit der Dauerausstellung des Portals zur Geschichte auf Sie. Außerdem das Museum der Stadt (19), die Abteigebäude aus Renaissance und Barock, der historische Marktplatz mit dem Fachwerkensemble und die St. Georgskirche (20). Nehmen Sie sich Zeit für Bad Gandersheim.

Karte (Etappe)

Etappe 2

Leuchttürme

Kultur

  • Historische Altstadt Bad Gandersheim

    Historische Altstadt Bad Gandersheim

    Die romanische Stiftskirche mit ihrer imposanten Doppelturmfassade, die Abtei mit ihren Gebäuden aus Renaissance und Barock, der Roswitha-Brunnen, das Rathaus mit dem Stadtmuseum, der historische Marktplatz mit dem traditionsreichen Fachwerk – die Kurstadt Bad Gandersheim ist eine Reise wert...   

Highlights

  • Gandersheimer Domfestspiele

    Gandersheimer Domfestspiele

    Seit 1959 finden jährlich im Sommer die Gandersheimer Domfestspiele statt. Dabei verwandelt sich der Vorplatz der Stiftskirche in eines der größten Freilichttheater Niedersachsens. Das Programm reicht von klassischen und modernen Stücken bis zu Musicals und Kindertheater...   

Tour. Ziele

10
Domäne Marienburg
Domänestraße 3, 31141 Hildesheim

13
Schloss und Landschaftspark Bodenburg
Teichstraße 15 a, 31162 Bodenburg



16
Portal zur Geschichte e. V.
Information und Führungen
Brunshausen 7, 37581 Bad Gandersheim
Telefon 05382 955647
www.portal-zur-geschichte.de

19
Museum der Stadt Bad Gandersheim
Markt 10, 37581 Bad Gandersheim
Telefon 05382 1573

11
Gut Walshausen
Walshausen 1, 31162 Bad Salzdetfurth

14
Kloster und Klosterpark Lamspringe
Kloster, 31195 Lamspringe
Telefon 05183 50017


17
Klosterkirche Clus
Clus, 37581 Bad Gandersheim
www.bad-gandersheim.de


20
St. Georgskirche
St.-Georg-Straße, 37581 Bad Gandersheim
www.bad-gandersheim.de

12
Salz- und Kali-Bergbaumuseum
St. Georgsplatz 1, 31162 Bad Salzdetfurth
Telefon 05063 960267

15
Klosterhof Brunshausen
Handwerk – Café – Gästehaus
Brunshausen 6, 37581 Bad Gandersheim
Telefon 05382 3141
www.klosterhof-brunshausen.de

18
Stiftskirche Bad Gandersheim
Stiftsfreiheit 12, 37581 Bad Gandersheim



 

Etappenbeschreibung (pdf)

Unterkünfte/Service (pdf)

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Dieses Projekt wird mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung gefördert
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