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Routenplakette

Hauptroute 3 - Entlang der Sieben Berge

Ein Tiermuseum, ein Schnarchmuseum und drei berühmte Burgen

Die Strecke in Kürze


Bad Gandersheim – Alfeld (Leine) – Elze

50 km


Bahnanschluss
Bad Gandersheim, Kreiensen, Freden, Alfeld (Leine), Banteln, Elze

Vom Bahnhof zum Startpunkt
Sie verlassen den Bahnhof Bad Gandersheim und folgen der Bahnhofstraße. Am Ende der Straße biegen Sie links ab auf die Moritzstraße. Dieser folgen Sie geradeaus durch eine Geschäftsstraße
bis Sie zum Marktplatz kommen. Dort halten Sie sich rechts und fahren auf die Stiftskirche zu.
Gleich neben der Kirche liegt die Stiftsfreiheit, der Start der heutigen Etappe.

 
 
 

Etappenbeschreibung

Die Etappe 3 beginnt in der Kur- und Kulturstadt Bad Gandersheim. Eine Beschreibung der historischen Altstadt finden Sie am Ende der Etappe 2. Die Stadt ging aus einem Stift hervor, gegründet im Jahr 852 von Liudolf und Oda, den Stammeltern der Ottonen. Bereits im 10. Jahrhundert erlebte der Ort seine erste Blüte. Zu dieser Zeit lebte hier auch Deutschlands erste Dichterin, Roswitha von Gandersheim. Kaiser und Könige der Ottonenzeit kamen zu Besuch.
1878 wurde das erste Solebad in Bad Gandersheim gegründet. Heute ist die Stadt staatlich anerkanntes Sole-Heilbad und bietet Erholung und Entspannung bei einem Bad im warmen Solewasser oder einem Spaziergang in den gepflegten Parks. Wer zur Erholung auch Unterhaltung
will, besucht die Gandersheimer Domfestspiele.

Sie verlassen Bad Gandersheim in Richtung Greene. Schon von weitem erblicken Sie dort ein 34 m hohes Eisenbahnviadukt (21) und eine alte Burgruine: die Greener Burg (22). Heute sind noch der begehbare Burgturm mit einigen Resten der ehemaligen Burgaußenmauer und der Torbogen zur Oberburg vorhanden. Vom Bergfried hat man einen weiten Ausblick in das Leinetal.
Folgen Sie der Route weiter durch das Leinetal, erreichen Sie über Freden schließlich die Fachwerkstadt Alfeld (Leine). Sie ist umgeben von den Sieben Bergen und glänzt mit einem Rathaus im Stil der Weserrenaissance. Außerdem steht in Alfeld mit dem Fagus-Werk [ 7] der erste Industriebau der Moderne; heute ist das Fagus-Werk Weltkulturerbe.
Das älteste, freistehende Fachwerkhaus Alfelds ist die alte Lateinschule (23) aus dem Jahre 1610. Es gilt als eines der schönsten Fachwerkhäuser Niedersachsens. Mehr als 300 geschnitzte Motive zieren die Fassade, sie zeigen vor allem Figuren aus der Bibel. Heute befindet sich in dem Haus das Stadtmuseum mit einer Dauerausstellung zur Alfelder Stadtgeschichte.
Das angrenzende Tiermuseum (24) zeigt eine ungewöhnliche Facette der Alfelder Geschichte: Am Anfang des 20. Jahrhunderts war die Stadt eines der wichtigsten Tierhandelszentren der Welt. So war es nicht ungewöhnlich, dass Elefanten und Giraffen durch die Stadt zogen – heute zeigt das Tiermuseum mehr als 100 ausgestopfte Tiere aus dieser Zeit.
Ebenfalls ungewöhnlich: das Schnarchmuseum (25). Es ist das erste und einzige der Welt. Gezeigt werden ungefähr 400 Exponate vom 18. Jahrhundert bis in die Neuzeit. Besitzer ist ein Alfelder Sammler und Arzt.

Weiter entlang der Leine gelangen Sie schließlich in den Ort Brüggen. Dort gibt es eine alte Schlossanlage aus dem Jahr 1693. Friedrich von Steinberg ließ das Schloss Brüggen (26) unter Federführung des Architekten und Wolfenbütteler Hofbaumeisters Herrmann Korb erbauen. Der Aufbau und die dekorativen Einzelheiten zeigen italienischen und holländischen Einfluss. Der Schlosshof ist außer an den mehrmals im Jahr stattfindenden historischen oder kunsthandwerklichen Märkten nicht für die Öffentlichkeit zugänglich.
Wenn Sie Brüggen hinter sich lassen, erreichen Sie nach wenigen Kilometern Gronau (Leine). Die Stadt entstand auf einer Aue-Insel in der Leineniederung. Diese Insel lag innerhalb der Leinearme und wurde durch einen Wall und einen Mauerring geschützt. Und sie gab der Stadt ihren Namen: Aus Gronowe, was so viel wie Grüne Aue bedeutet, wurde Gronau.
Gronau war beliebt bei Adelsfamilien, die dort ihre Stadthöfe errichteten. Fünf der Höfe sind noch vorhanden, zum Teil restauriert. Außerdem lohnt sich ein Blick in die spätgotische Kirche St. Matthäi (27). Der um 1415 entstandene Flügelaltar mit seinen aufwendigen Schnitzereien ist ebenso sehenswert wie die von Philipp Furtwängler stammende Orgel. 1859 gebaut, war sie mit 58 Registern die größte ihrer Zeit in Norddeutschland.

Der nächste Ort ist Elze. Elze liegt in einem Tal und ist umgeben von Wäldern und Bergen:
dem Hildesheimer Wald, den Sieben Bergen, dem Külf, dem Thüster Berg und dem Osterwald.
In Elze selbst lohnen die alten Fachwerkhäuser und die frühere Mühle einen Besuch. Die Mühle ist noch intakt, Sie können sie besichtigen und das Heimatmuseum in ihrem Inneren besuchen.
In der Umgebung von Elze kommen Freunde von Burgen auf ihre Kosten: Es gibt hier die Poppenburg, Schloss Marienburg, und von der Wittenburg ist die Klosterkirche (28) erhalten; sie steht auf dem Klosterhügel. Die Klosteranlage wurde 1328 als Chorherrenstift der Augustiner erbaut, die spätgotische Saalkirche wurde um 1500 fertig gestellt. Bald nach der Reformation verließen die Mönche das Kloster, das nun immer mehr verfiel. Im 18. Jahrhundert wurde es von König Georg III.
zu einem landwirtschaftlichen Betrieb umfunktioniert. Die großen Gebäude des Domänenbetriebes sind heute noch erhalten. Und jährlich bietet von April bis September der „Wittenburger Sommer“ ein abwechslungsreiches Musikprogramm.
Wer jetzt ein wenig von der Kultur ausruhen will, kann die Rast & Bike-Anlage an der Saale in der Nähe des Freibads von Elze ansteuern. Es gibt einen Kiesstrand mit Holzdeck, einen Spielbereich für Kinder und einen Barfußpfad, der müde Füße für die nächste Fahrrad-Etappe vitalisiert. Auf den Bänken und Baumstämmen rund um die Feuerstelle verweilt man gern ein bisschen länger. Wer dann noch – oder wieder – Energie hat, kann die Tour um einen Abstecher zum Schloss Marienburg [ 2] ergänzen. Und dabei auch einen Blick auf die Poppenburg (29) in Burgstemmen werfen. Die Poppenburg liegt auf einer Anhöhe über der Leine. Im Mittelalter beherrschte sie den Verkehr auf dem alten Hellweg zwischen Aachen und Goslar. Die Poppenburg gehört zu den alten Königsburgen, die das Leinetal und damit den Weg zur Stadt Hildesheim schützten.
Die Etappe endet in Elze.

Karte (Etappe)

Etappe 3

Leuchttürme

Kultur

  • Fagus-Werk (UNESCO-Welterbe) mit Gropiusausstellung

    Fagus-Werk (UNESCO-Welterbe) mit Gropiusausstellung

    In Alfeld steht mit dem Fagus-Werk der erste Industriebau der Moderne. Das Werk wurde 1911 von dem Architekten und Bauhausgründer Walter Gropius entworfen, und es ist seit seiner Gründung ununterbrochen in Betrieb...   

Tour. Ziele

21
Eisenbahnviadukt Greene
37574 Einbeck-Greene


24
Tiermuseum Alfeld
Am Kirchhof 4/5, 31061 Alfeld (Leine)


27
St. Matthäi
Junkernstraße 2, 31028 Gronau (Leine)

22
Greener Burg
37574 Einbeck-Greene
Telefon 05563 95050
www.greener-burg.de

25
Schnarchmuseum Alfeld
Warnetalstraße 10, 31061 Alfeld (Leine)
Telefon 05181 829187
www.schnarchmuseum.de

28
Klosterkirche Wittenburg
Kreuzkamp, 31008 Elze-Wittenburg

23
Stadtmuseum/Lateinschule Alfeld
Am Kirchhof 4/5, 31061 Alfeld (Leine)
Telefon 05181 829738 oder 8070820

26
Schloss Brüggen
Schlossstraße, 31033 Brüggen


29
Poppenburg
Mühlenweg, 31171 Burgstemmen

 

Etappenbeschreibung (pdf)

Unterkünfte/Service (pdf)

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